Mondregenbogen – Ein seltenes Farbenspiel im Vollmondlicht

Mondregenbogen – Ein seltenes Farbenspiel im Vollmondlicht

Mondregenbogen – Ein seltenes Farbenspiel im Vollmondlicht

Ein Mondregenbogen ist ein Regenbogen, der nicht wie der gewöhnliche Regenbogen durch das Sonnenlicht, sondern durch das Mondlicht, entsteht. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Regenbogen, bekommen wir ihn selten zu Gesicht. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Helligkeit des Monds, sogar des Vollmonds, viel schwächer ist als die der Sonne. Auch wenn der Mond bei Vollmond mit rund -12,5 bis -13 mag seine maximale Helligkeit erreicht, ist das Sonnenlicht rund 400.000-mal so hell.

Wie entsteht ein Mondregenbogen?

Wie der Regenbogen, der durch Sonnenlicht entsteht, entsteht auch der Mondregenbogen durch Reflexion (Lichtspiegelung), Dispersion (Lichtstreuung) und Refraktion (Lichtbrechung). Die Entstehung unterscheidet sich lediglich durch die Lichtquelle, das vom Mond reflektierte Sonnenlicht. Wenn das Licht des Mondes auf Wassertröpfchen in der Atmosphäre trifft, die das weiße Licht in seine Wellenlängen aufbrechen, kommt ein Regenbogen zum Vorschein, der immer in der dem Mond entgegengesetzten Himmelsrichtung entsteht.

Aus diesem Grund kann der Regenbogen durch Mondlicht auch nur dann entstehen, wenn sich in der dem Mond entgegengesetzten Himmelsrichtungen Wassertröpfchen in der Atmosphäre befinden. Aufgrund der Lichtschwäche des Mondes ist die Voraussetzung für die Entstehung eines Mondregenbogens zudem auch die richtige Mondphase. Im besten Fall herrscht Vollmond oder zumindest Dreiviertelmond.

Neben der Lichtschwäche des Mondes ist auch die sogenannte Lichtverschmutzung Schuld daran, dass wir ihn nur selten beobachten können. Lichtverschmutzung bedeutet die permanente Abwesenheit kompletter Dunkelheit durch Lichtimmission, d.h., dass die natürliche Dunkelheit in der Nacht insbesondere durch künstliche Lichtquellen, die den Nachthimmel aufhellen, überlagert wird. Bei der Beobachtung eines Mondregenbogens darf es keine weiteren Lichtquellen geben, damit der blasse Mondregenbogen nicht überstrahlt wird. Zudem muss der Mond tief am Himmel stehen.

Wie sieht ein Mondregenbogen aus?

Der Mondregenbogen hat dieselben Farben wie ein Regenbogen, der durch das Sonnenlicht entsteht. Dennoch nehmen wir ihn als weiß-grauen Bogen wahr. Das liegt daran, dass das menschliche Auge in der Dunkelheit die Spektralfarben nicht mehr aufnehmen kann. Kameras sind im Gegensatz dazu in der Lage, die Spektralfarben in der Dunkelheit aufzunehmen. Auf Fotos erscheint der Mondregenbogen daher wie der gewöhnliche Regenbogen, der durch Sonnenlicht entsteht, in bunten Farben.

Die zahlreichen Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit wir den Mondregenbogen sehen können, machen ihn zu einem seltenen Naturschauspiel.

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