Der Mond – der hellste Himmelskörper am Nachthimmel

Mond

Der Mond ist eines der faszinierenden Objekte am Nachthimmel. Bereits seit Jahrtausenden zieht er Menschen in seinen Bann und hat bis heute nichts von seiner Wirkung verloren. Der Mond bietet aber nicht nur einen schönen Anblick, sondern ist essenziell für das Leben auf dem Planeten Erde. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um das faszinierende Objekt am Nachthimmel und das Zusammenspiel vom Planeten Erde.

Was ist der Mond?

Der Mond ist als Begleiter eines Planeten zu verstehen. In unserem Fall begleitet er die Erde. Der Mond mit einem Durchmesser von 3.475 km kann am Nachthimmel bestaunt werden, obwohl er auch tagsüber da ist. Nur kann er durch die helle Sonne sehr schlecht ausfindig gemacht werden.

In der Nacht ist er das hellste Objekt am Himmel, jedoch können Sie stets nur eine Seite des Mondes sehen. Eine komplette rundum Ansicht ist nicht gegeben. Er umrundet die Erde innerhalb von 29,5 Tagen einmal vollständig.

Die Entstehung des Mondes

Über die Entstehung des Mondes gibt es viele Theorien. Am ehesten zutreffend halten Wissenschaftler die Entstehungstheorie nach „Giant Impact“. Die Begrifflichkeit des Giant Impact beschreibt dabei einfach erklärt einen gigantischen Einschlag. Dieser Einschlag ist auf einen Asteroiden zurückzuführen, der auf die frühzeitliche Erde prallte.

Der Einschlag verursachte einen plötzlichen Anstieg der Erdwärme auf mindestens 10.000 Grad Celsius und zu einer Zerstörung der Oberflächen von Erde und Asteroiden. Die Trümmer aus Gestein wurden durch die Wucht ins All geschleudert, nachdem diese verdampft waren. Die Mehrheit der Gesteinsbrocken verblieb in der Umlaufbahn der Erde und setzte sich schätzungsweise nach bis zu 10.000 Jahren zum Erdbegleiter zusammen.

Die Entstehungsannahme wird durch eine Vielzahl von Indizien gestützt, beispielsweise der unterschiedlichen Zusammensetzung des Gesteins von Mond und Erde. Dieser Umstand ist wohl auf die Hitze beim Einschlag zurückzuführen. Der Erdbegleiter entstand dieser Theorie folgend, vor ca. 4,4 Milliarden Jahren.

Warum hat der Mond Flecken?

Bei Betrachtung des Himmelskörpers ist Ihnen sicherlich schon aufgefallen, dass dieser Flecken aufweist. Diese Flecken werden auch als Maria bezeichnet. Die Mondflecken wurden ursprünglich für Wassermeere gehalten und erhielten dadurch ihre Bezeichnung. Dies stellte sich später jedoch als falsch heraus. Die dunklen Flächen wurden durch Asteroideneinschläge verursacht.

Heute sind die Krater erkaltet. Vor ca. 4 Milliarden Jahren jedoch, waren diese mit Lava des Mondinneren gefüllt. Diese erkalteten Krater sehen Sie nun als dunkle Flecken.

Die Rückseite des Mondes

Von der Erde aus können Sie den Mond immer nur von der gleichen Seite aus betrachten. Dies liegt an der gebundenen Rotation. Er benötigt für eine Drehung um sich herum die gleiche Zeit wie eine Umrundung um den Planeten Erde. Dieser Umstand sorgt dafür, dass Sie nur eine Mondseite sehen können.

Warum haben Planeten Monde?

In unserem Sonnensystem gibt es lediglich zwei Planeten, die keinen Begleiter für sich beanspruchen können. Dies sind Venus und Merkur. Die anderen Planeten besitzen mindestens einen. Es sind zwei Varianten möglich, weshalb ein Planet mit Mondbegleitung im Weltall seine Bahnen zieht.

Jupiter und Saturn haben über sechzig Monde!

Die erste Variante ist die, dass Begleiter und Planet gemeinsam entstanden sind. Die andere Variante besteht darin, dass zunächst der Planet entsteht und dieser fängt zu einem späteren Zeitpunkt Asteroiden ein. Das Einfangen der Asteroiden durch den Planeten erfolgt durch die Schwerkraft, wenn die Gesteine sich diesem mit einem zu geringem Abstand nähern. Der Planet lässt den so gefangenen Asteroiden nicht mehr aus seiner Umlaufbahn entweichen.

Jupiter und Saturn besitzen eine Vielzahl von Mondbegleitern. Dies haben sie vor allem ihrer Schwere zu verdanken, denn dadurch ziehen sie eine größere Anzahl von Asteroiden an.

Wer war der erste Mensch auf dem Mond?

Der erste Mensch auf dem Mond war Neil Alden Armstrong. Er startete als Kommandant der Apollo 11 Mission gemeinsam mit seiner Crew und Mitstreitern Michael Collins und Buzz Aldrien. Armstrong betrat ihn am 21. Juli 1969. Auf der ganzen Welt konnte die erste Mondlandung eines Menschen an den heimischen TV-Geräten mitverfolgt werden.

Die Mondphasen

Mondkalender 2020

Die einzelnen Mondphasen können seid jeher beobachtet werden. Der Mond durchläuft die Phasen während des Umkreisens der Erde. Einmal im Monat können Sie einen Vollmond bewundern. Dies ist dann der Fall, wenn er von der Sonne beschienen wird.

Sobald er genau zwischen der Erde und der Sonne steht, können Sie ihn überhaupt nicht mehr sehen. Diese Phase wird als Neumond bezeichnet. Nach dem Neumond können sie ihn nur noch als schmale Sichel ausmachen. Die vorherige Phase beendend, nimmt der Erdbegleiter allmählich wieder zu bis Sie ihn als Halbmond erblicken.

Die nächste Phase ist der Übergang zum Vollmond. Im letzten Viertel steht er der Sonne gegenüber. Zu Sonnenuntergang geht der Mond auf und entsprechend bei Sonnenaufgang unter. Anschließend wird er wieder schmaler und erscheint als Sichel am morgendlichen Himmel. Die Zeit zwischen zwei Neumonden beträgt 29,5 Tage.

Wie sieht die Mondoberfläche aus?

Die Mondoberfläche ist übersät von Kratern von unterschiedlicher Größe. Die Entstehung der Krater wurde durch Asteroiden hervorgerufen. Durch diese Kollision wurde Gestein des Mondes zu Pulver und bedeckt seitdem den Erdbegleiter.

Welcher Krater ist der größte auf dem Mond?

Neben den großen und den kleinen Kratern sind auch ganze Gebirgszüge auf dem Erdbegleiter vorhanden. Viele der Gebirge sind bis zu 4000 m hoch und vereinzelt sind Berge von noch gewaltigerem Höhenausmaß vorhanden.

Die Anziehungskraft des Mondes

Auch wenn es Ihnen oft so erscheint, als würde der Mond aus eigener Kraft leuchten, ist dem nicht so. Vielmehr macht er sich die Strahlen der Sonne zunutze und reflektiert diese. Da er der Erde sehr nah ist, sieht es so aus, als würde er sehr hell erleuchtet sein. Der Einfluss des Begleiters der Erde auf diese ist gigantisch. So ist er für die Gezeiten verantwortlich, besser bekannt als Ebbe und Flut. Zudem ist er der Garant für die Stabilität der Erdachse.

Der Mond und die Finsternis

Die Mondfinsternis spielt sich auf dem Himmelsobjekt ab und nicht auf der Erde. Eine Mondfinsternis wird dann vollzogen, wenn die Erde, die Sonne und der Mond eine Linie bilden. Er tritt also in den Erdschatten ein. Sie als Beobachter des Nachthimmels sehen bei einem solchen Spektakel den Erdbegleiter als völlig verdunkeltes Objekt.

Die Mondfinsternis
Die Mondfinsternis

Die Faszination des Nachthimmels

Auf dem Erdbegleiter wurde kein Wasser gefunden und auch eine Lufthülle ist nicht vorhanden. Eisvorkommen werden zwar vermutet, konnten bisher aber nicht ausfindig gemacht werden. Trotz dessen, dass der Erdbegleiter eine menschenfeindliche Umgebung darstellt, fasziniert er die Menschen aller Völker dieser Welt seid jeher. Bereits die Griechen und Römer verehrten ihn.

Nicht zuletzt ist der Himmelskörper ein wichtiger Begleiter und gleichzeitiger Garant für das Leben auf Erden. Hobby-Beobachter und Wissenschaftler werden nicht müde, neue Einzelheiten über das faszinierende Himmelsobjekt herauszufinden sowie zu entdecken. Der Mond gilt nach wie vor als Sehnsuchtsort der Menschheit und verbindet gleichzeitig den ewigen Traum neue Planeten zu entdecken.




Mond-Daten

ZentralkörperErde
Mondtag27 Tage 7h
Große Halbachse384.400 km
Albedo0,12
Masse7,349 · 1022 kg
Oberfläche37.932.330 km2
Periapsis363.300 km
Apoapsis405.500 km
Bahnneigung5,145°
Umlaufzeit27,3217 Tage
Mittlere Dichte3,341 g/cm3
Achsneigung6,68°
Siderische Rotation27,322 Tage
Schwerkraft1,62 m/s²
Alterca. 4,5 Milliarden Jahre

Weiterführende Links und Quellen