Erdtrabant & nächster Nachbar im All
Der Mond – unser Begleiter im All
Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde und unser nächster großer Nachbar im Weltraum. Er prägt den Nachthimmel, beeinflusst die Gezeiten und begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden. Hier erfahren Sie alles Wichtige über seine Größe, Entfernung, Entstehung, Oberfläche und Mondphasen.

Unser Erdtrabant
Was ist der Mond?
Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde. Mit einem Durchmesser von rund 3.475 Kilometern ist er etwa ein Viertel so breit wie unser Planet.
Seine mittlere Entfernung zur Erde beträgt ungefähr 384.400 Kilometer. Da seine Umlaufbahn leicht elliptisch ist, verändert sich dieser Abstand während eines Umlaufs.
Der Mond erzeugt kein eigenes sichtbares Licht. Was wir nachts sehen, ist Sonnenlicht, das von seiner Oberfläche reflektiert wird.
Obwohl wir ihn besonders mit der Nacht verbinden, kann der Mond abhängig von seiner Position und Mondphase auch tagsüber sichtbar sein.
Auf einen Blick
Interessante Fakten über den Mond
384.400 km entfernt
Die mittlere Entfernung zwischen Erde und Mond beträgt rund 384.400 Kilometer.
3.475 km Durchmesser
Der Mond besitzt einen Durchmesser von ungefähr 3.475 Kilometern und ist damit deutlich kleiner als die Erde.
Gebundene Rotation
Der Mond dreht sich ungefähr genauso schnell um seine eigene Achse, wie er die Erde umrundet. Deshalb zeigt er uns überwiegend dieselbe Seite.
Er entfernt sich langsam
Messungen zeigen, dass sich der Mond gegenwärtig jedes Jahr um einige Zentimeter von der Erde entfernt.
Zahlen & Daten
Steckbrief des Mondes
Die wichtigsten physikalischen und astronomischen Eigenschaften unseres Erdtrabanten.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Durchmesser | ca. 3.475 km |
| Mittlere Entfernung zur Erde | ca. 384.400 km |
| Umlaufzeit relativ zu den Sternen | ca. 27,3 Tage |
| Mondphasenzyklus | ca. 29,5 Tage |
| Oberflächengravitation | ca. 1,62 m/s² |
| Mittlere Dichte | ca. 3,34 g/cm³ |
| Alter | etwa 4,5 Milliarden Jahre |
| Zentralkörper | Erde |
Vor Milliarden Jahren
Wie ist der Mond entstanden?
Die heute führende Erklärung für die Entstehung des Mondes ist die sogenannte Giant-Impact-Hypothese.

Demnach kollidierte in der frühen Geschichte des Sonnensystems ein etwa marsgroßer Himmelskörper mit der jungen Erde. Dabei wurde Material aus der Erde und dem einschlagenden Körper ins All geschleudert.
Aus einem Teil dieses Materials bildete sich schließlich der Mond. Moderne Simulationen untersuchen weiterhin, wie schnell dieser Prozess ablief und wie genau sich das ausgeworfene Material zum heutigen Mond entwickelte.
Die Entstehung des Mondes wird auf eine Zeit vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren datiert.
Mondoberfläche
Warum hat der Mond dunkle Flecken?
Die großen dunklen Flächen auf der erdzugewandten Seite werden als Maria bezeichnet. Der Singular lautet Mare.
Frühe Beobachter hielten diese dunklen Gebiete für Meere. Tatsächlich handelt es sich überwiegend um große Ebenen aus erstarrtem vulkanischem Basalt.
Viele dieser Gebiete entstanden in riesigen Einschlagbecken. Später drang Lava aus dem Mondinneren nach oben, füllte Teile dieser Becken und erstarrte.
Die helleren Regionen bestehen dagegen überwiegend aus älterem Hochland und sind stärker von Einschlagkratern geprägt.

Krater & Gebirge
Wie sieht die Oberfläche des Mondes aus?
Die Mondoberfläche ist von Kratern, Hochländern, großen Einschlagbecken, vulkanischen Ebenen und Gebirgszügen geprägt.
Da der Mond keine dichte Atmosphäre sowie kein Wetter mit Regen oder Wind wie auf der Erde besitzt, bleiben viele Einschlagstrukturen über sehr lange Zeit erhalten.
Die Oberfläche ist von einer Schicht aus zerbrochenem Gestein und Staub bedeckt, die als Regolith bezeichnet wird.
Mehr zu den Einschlagstrukturen erfahren Sie auf unseren Seiten Wie viele Krater hat der Mond? und Welcher Krater ist der größte?.
Vorderseite & Rückseite
Warum sehen wir immer dieselbe Seite des Mondes?
Der Mond benötigt für eine Drehung um seine eigene Achse ungefähr genauso lange wie für einen Umlauf um die Erde. Dieses Phänomen wird als gebundene Rotation bezeichnet.
Deshalb zeigt uns der Mond im Laufe eines normalen Umlaufs überwiegend dieselbe Hemisphäre.
Die andere Seite wird häufig fälschlicherweise als „dunkle Seite des Mondes“ bezeichnet. Tatsächlich erhält auch die Mondrückseite regelmäßig Sonnenlicht.
Mehr dazu erfahren Sie unter Warum kann man immer nur eine Seite des Mondes sehen?.
Neumond bis Vollmond
Die Mondphasen
Während der Mond die Erde umkreist, verändert sich aus unserer Sicht der beleuchtete Anteil seiner sichtbaren Oberfläche.

Der vollständige Zyklus von einem Neumond bis zum nächsten dauert durchschnittlich rund 29,5 Tage.
Neumond
Beim Neumond befindet sich der Mond ungefähr zwischen Erde und Sonne. Seine beleuchtete Seite ist größtenteils von uns abgewandt.
Zunehmender Mond
Nach dem Neumond wächst der sichtbare beleuchtete Anteil. Nach ungefähr einem Viertel des Zyklus erreicht der Mond das erste Viertel.
Vollmond
Beim Vollmond befindet sich der Mond aus unserer Sicht ungefähr gegenüber der Sonne. Die erdzugewandte Seite erscheint nahezu vollständig beleuchtet.
Abnehmender Mond
Nach dem Vollmond nimmt der sichtbare beleuchtete Anteil wieder ab, bis schließlich der nächste Neumond erreicht wird.
Eine ausführliche Übersicht finden Sie auf unserer Seite über die Mondphasen.
Aktueller Stand
Welche Mondphase ist heute?
Unser Mondphasen-Plugin zeigt die aktuelle Phase und die nächsten astronomisch wichtigen Termine.
Abnehmender Mond
Ebbe & Flut
Wie beeinflusst der Mond die Erde?
Die Gravitation des Mondes hat messbare Auswirkungen auf unseren Planeten. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Gezeiten.
Die Anziehungskraft des Mondes trägt wesentlich zur Entstehung von Ebbe und Flut bei. Auch die Sonne beeinflusst die Gezeiten, weshalb besonders bei Vollmond und Neumond größere Unterschiede zwischen Hoch- und Niedrigwasser auftreten können.
Der Mond trägt außerdem zur langfristigen Dynamik der Erdrotation und Erdachse bei.
Wasser auf dem Mond
Gibt es Wasser auf dem Mond?
Ja – Wasser beziehungsweise Wassereis wurde auf dem Mond nachgewiesen.
Besonders interessant sind dauerhaft verschattete Krater in den Polarregionen. Dort können Temperaturen so niedrig bleiben, dass sich Wassereis über sehr lange Zeiträume erhalten kann.
Solche Ressourcen spielen eine wichtige Rolle bei der Erforschung möglicher zukünftiger Mondstationen, da Wasser nicht nur zum Trinken, sondern möglicherweise auch zur Gewinnung von Sauerstoff oder Treibstoffbestandteilen genutzt werden könnte.
Apollo 11
Wer war der erste Mensch auf dem Mond?
Neil Armstrong war der erste Mensch, der die Oberfläche des Mondes betrat.
Die Apollo-11-Mission startete im Juli 1969 mit Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins.
Armstrong und Aldrin landeten mit der Mondlandefähre auf der Oberfläche, während Collins im Kommandomodul den Mond umkreiste.
Insgesamt führten zwischen 1969 und 1972 sechs Apollo-Missionen bemannte Mondlandungen durch.
Mehr dazu lesen Sie unter Wie viele bemannte Mondlandungen gab es?.

Sonne, Erde & Mond
Was passiert bei einer Mondfinsternis?
Eine Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond durch den Schatten der Erde zieht.
Das kann nur in der Nähe einer Vollmondphase geschehen. Sonne, Erde und Mond müssen dabei ausreichend genau ausgerichtet sein.
Bei einer totalen Mondfinsternis kann der Mond rötlich erscheinen. Dieses Phänomen wird populär als Blutmond bezeichnet.
Weiter entdecken
Mehr über den Mond
Viele Eigenschaften unseres Erdtrabanten erklären wir auf eigenen Themenseiten noch ausführlicher.
Wie groß ist der Mond?
Durchmesser und Größenvergleich mit der Erde
Entfernung Erde–Mond
Warum sich der Abstand ständig verändert
Dreht sich der Mond?
Rotation und Umlauf einfach erklärt
Woraus besteht der Mond?
Gestein, Kruste, Mantel und Kern
Wie lange fliegt man zum Mond?
Flugzeit und Entfernung erklärt
Weiterführende Quellen
Wissenschaftliche Quellen zum Mond
Für astronomische Grundlagen und aktuelle Erkenntnisse zum Mond eignen sich insbesondere die folgenden wissenschaftlichen Quellen.
- NASA – Moon Facts
Grundlegende Daten zu Größe, Entfernung, Entstehung, Oberfläche und physikalischen Eigenschaften des Mondes. - NASA – Moon Formation
Aktueller Überblick über die Entstehung des Mondes und die Giant-Impact-Hypothese. - NASA – Moon Phases
Erklärung des Mondphasenzyklus von Neumond über Vollmond bis zum nächsten Neumond. - NASA – Tides
Erklärung des Einflusses von Mond und Sonne auf die Gezeiten der Erde.
Fragen & Antworten
Häufige Fragen zum Mond
Die wichtigsten Fakten über Größe, Entfernung, Bewegung und Eigenschaften unseres Erdtrabanten.
Wie groß ist der Mond?
Der Mond hat einen Durchmesser von ungefähr 3.475 Kilometern. Damit ist sein Durchmesser etwas mehr als ein Viertel so groß wie der der Erde.
Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt?
Die mittlere Entfernung beträgt rund 384.400 Kilometer. Da die Mondbahn elliptisch ist, verändert sich der Abstand im Verlauf eines Umlaufs.
Wie lange braucht der Mond für eine Erdumrundung?
Relativ zu den Sternen benötigt der Mond etwa 27,3 Tage für einen Umlauf. Von einem Neumond bis zum nächsten vergehen dagegen durchschnittlich rund 29,5 Tage.
Warum sehen wir immer dieselbe Mondseite?
Weil die Rotationsdauer des Mondes ungefähr seiner Umlaufzeit entspricht. Diese gebundene Rotation sorgt dafür, dass uns überwiegend dieselbe Hemisphäre zugewandt ist.
Hat der Mond eine dunkle Seite?
Nein. Auch die Mondrückseite wird regelmäßig von der Sonne beleuchtet. „Dunkle Seite“ ist deshalb eine irreführende Bezeichnung.
Gibt es Wasser auf dem Mond?
Ja. Wassereis wurde insbesondere in dauerhaft verschatteten Regionen nahe den Mondpolen nachgewiesen.
Leuchtet der Mond selbst?
Nein. Der Mond reflektiert Sonnenlicht. Dadurch erscheint seine Oberfläche von der Erde aus hell.
Wie stark ist die Schwerkraft auf dem Mond?
Die Oberflächengravitation beträgt rund 1,62 m/s² und damit ungefähr ein Sechstel der Erdanziehungskraft.