Aus was besteht der Mond?
Der Mond besteht überwiegend aus Gesteinen und Mineralien. Zu seinen wichtigsten chemischen Bestandteilen gehören Sauerstoff, Silizium, Magnesium, Eisen, Calcium und Aluminium. Im Inneren gliedert er sich ähnlich wie die Erde in Kruste, Mantel und Kern.
Woraus besteht der Mond?
Der Mond ist ein felsiger Himmelskörper. Er besteht nicht aus einem einzigen Material, sondern aus unterschiedlichen Gesteinen, Mineralien und chemischen Elementen.
Zu den besonders wichtigen Bestandteilen gehören:
Sauerstoff
Ein großer Teil des Sauerstoffs ist chemisch in Mineralien und Gesteinen gebunden.
Silizium
Silizium ist ein wichtiger Bestandteil der zahlreichen Silikatminerale des Mondes.
Metalle
Unter anderem Eisen, Magnesium, Aluminium, Calcium und kleinere Mengen weiterer Elemente kommen im Mondgestein vor.
Obwohl Sauerstoff zu den häufigsten Elementen im Mondgestein gehört, bedeutet das nicht, dass Menschen dort atmen könnten. Der Sauerstoff ist überwiegend chemisch in Mineralen gebunden.
Der Mond besitzt Kruste, Mantel und Kern
Der Mond ist im Inneren nicht überall gleich zusammengesetzt.
Während seiner frühen Entwicklung war ein großer Teil des Mondes geschmolzen. Dabei konnten sich Materialien unterschiedlicher Dichte voneinander trennen.
Schwerere Materialien sanken nach innen, während leichtere Materialien näher an die Oberfläche gelangten.
Kruste
Die äußerste feste Gesteinsschicht des Mondes.
Mantel
Eine mächtige Schicht aus silikatreichem Gestein unterhalb der Kruste.
Kern
Im Zentrum befindet sich ein vergleichsweise kleiner, metallreicher Kern.
Woraus besteht die Mondkruste?
Die Mondkruste besteht überwiegend aus silikatreichen Gesteinen.
NASA nennt als wichtige chemische Elemente der Kruste unter anderem Sauerstoff, Silizium, Magnesium, Eisen, Calcium und Aluminium. Daneben treten kleinere Mengen beispielsweise von Titan, Kalium, Uran, Thorium und Wasserstoff auf.
Die Kruste ist außerdem nicht überall gleich dick. Auf der erdzugewandten Seite ist sie im Mittel dünner als auf der Mondrückseite.
Mondvorderseite
Die Kruste ist dort stellenweise nur etwa 40 Kilometer dick.
Mondrückseite
In manchen Regionen erreicht die Kruste ungefähr 60 Kilometer Dicke.
Zusammensetzung
Vor allem silikatreiche Mineralien und unterschiedliche Mondgesteine.
Welche Gesteine gibt es auf dem Mond?
Zwei besonders charakteristische Gesteinsarten prägen große Teile der sichtbaren Mondoberfläche.
Basalt
Dunkles vulkanisches Gestein, das besonders häufig in den großen Mondmeeren vorkommt.
Anorthosit
Helles, feldspatreiches Gestein, das große Bereiche der alten Mondhochländer bildet.
Breccien
Gesteine aus zerbrochenen und durch Einschläge wieder miteinander verbundenen Gesteinsfragmenten.
Die sogenannten Maria oder Mondmeere sind große Ebenen aus erstarrtem vulkanischem Basalt. Frühe Beobachter hielten die dunklen Flächen irrtümlich für Meere.
Was ist Mondstaub beziehungsweise Regolith?
Fast die gesamte Mondoberfläche ist von einer lockeren Schicht aus Staub, kleinen Steinen und zermahlenem Gestein bedeckt.
Diese Schicht wird als Mondregolith bezeichnet.
Sie entstand hauptsächlich durch Milliarden Jahre von Meteoriteneinschlägen und Mikrometeoriten, die das Oberflächengestein immer weiter zertrümmerten.
Staub
Sehr feine und häufig scharfkantige Partikel.
Gesteinsstücke
Kleine Fragmente des darunterliegenden Mondgesteins.
Einschlagsmaterial
Material, das bei zahllosen Einschlägen zerbrochen, geschmolzen oder ausgeworfen wurde.
Die feinen Regolithpartikel können an Raumanzügen und Geräten haften. Für zukünftige Mondmissionen ist der Umgang mit Mondstaub deshalb eine wichtige technische Herausforderung.
Welche Elemente kommen auf dem Mond vor?
Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Region und Gesteinsart. Zu den wichtigsten Elementen gehören jedoch mehrere Stoffe, die auch auf der Erde häufig vorkommen.
| Element | Bedeutung auf dem Mond |
|---|---|
| Sauerstoff | In großen Mengen chemisch in Mineralien und Gesteinen gebunden |
| Silizium | Grundbestandteil vieler Silikatminerale |
| Magnesium | Bestandteil verschiedener Mantel- und Basaltminerale |
| Eisen | Kommt in Mineralien, Basalten und im metallreichen Kern vor |
| Calcium | Unter anderem Bestandteil feldspatreicher Gesteine |
| Aluminium | Besonders wichtig in den hellen Hochlandgesteinen |
| Titan | In einigen Basalten in erhöhten Konzentrationen vorhanden |
Was befindet sich unter der Mondkruste?
Unter der Kruste befindet sich der Mondmantel.
Er besteht überwiegend aus silikatreichen Gesteinen und macht einen großen Teil des Mondinneren aus.
Während der frühen Mondgeschichte spielte der Mantel eine entscheidende Rolle beim Vulkanismus. Aufsteigendes Magma gelangte durch Risse in der Kruste an die Oberfläche und bildete große Basaltebenen.
Die dunklen Mondmeere sind Überreste gewaltiger vulkanischer Prozesse aus der frühen Geschichte des Mondes. Heute gibt es keine mit der Erde vergleichbare aktive Vulkanlandschaft mehr.
Besitzt der Mond einen metallischen Kern?
Ja. Im Zentrum des Mondes befindet sich ein vergleichsweise kleiner metallreicher Kern.
Eisen spielt dort eine wichtige Rolle. Untersuchungen des Mondinneren zeigen außerdem, dass der Kern unterschiedliche physikalische Bereiche besitzt.
Der Mondkern ist im Verhältnis zur Gesamtgröße des Himmelskörpers wesentlich kleiner als der Kern der Erde.
Gibt es auch Wasser im Mondmaterial?
Ja. Lange Zeit galt der Mond als nahezu vollständig trocken. Moderne Messungen haben dieses Bild verändert.
Heute wissen wir, dass Wasser beziehungsweise Wassereis auf dem Mond vorhanden ist.
Besonders große Bedeutung haben dauerhaft verschattete Regionen nahe den Mondpolen, in denen Wassereis über sehr lange Zeiträume erhalten bleiben kann.
Auch auf sonnenbeschienenen Bereichen wurden Wassermoleküle nachgewiesen.
Die Wasservorkommen sind nicht mit den Ozeanen der Erde vergleichbar. Das Wasser liegt unter anderem als Eis oder in sehr geringen Konzentrationen im beziehungsweise auf dem Mondmaterial vor.
Was haben die Apollo-Missionen über die Zusammensetzung gezeigt?
Die bemannten Apollo-Missionen brachten zahlreiche Gesteins- und Bodenproben zur Erde zurück.
Diese Proben ermöglichten erstmals detaillierte Laboruntersuchungen von echtem Mondmaterial.
Dadurch konnten Wissenschaftler unter anderem die Mineralogie, das Alter und die chemische Zusammensetzung unterschiedlicher Mondregionen untersuchen.
Basalte
Zeigten die vulkanische Vergangenheit der dunklen Mondmeere.
Hochlandgestein
Lieferte Hinweise auf die sehr alte Mondkruste.
Regolith
Ermöglichte Untersuchungen der Oberfläche und ihrer langen Geschichte unter Weltraumbedingungen.
Warum ähnelt Mondgestein teilweise der Erde?
Nach dem heute führenden Entstehungsmodell bildete sich der Mond vor mehr als vier Milliarden Jahren nach einer gewaltigen Kollision in der frühen Geschichte der Erde.
Material aus der jungen Erde und dem kollidierenden Himmelskörper gelangte in eine Umlaufbahn und formte schließlich den Mond.
Das erklärt, warum Erde und Mond chemische Gemeinsamkeiten besitzen, obwohl sich beide Himmelskörper anschließend unterschiedlich entwickelten.
Der Aufbau des Mondes auf einen Blick
| Bereich | Beschreibung |
|---|---|
| Regolith | Lockere Oberfläche aus Staub und zerbrochenem Gestein |
| Kruste | Feste äußere Gesteinsschicht |
| Mantel | Mächtige silikatreiche Gesteinsschicht |
| Kern | Kleiner, metallreicher innerer Bereich |
Aus was besteht der Mond? Auf einen Blick
Gestein
Der Mond ist ein felsiger Himmelskörper mit unterschiedlichen silikatreichen Gesteinen.
Regolith
Fast die gesamte Oberfläche ist mit Staub und zerbrochenem Gesteinsmaterial bedeckt.
Innerer Aufbau
Der Mond besitzt eine Kruste, einen Mantel und einen kleinen metallreichen Kern.
Häufige Fragen zur Zusammensetzung des Mondes
Aus welchem Material besteht der Mond?
Der Mond besteht hauptsächlich aus Gesteinen und Mineralien. Wichtige Elemente sind Sauerstoff, Silizium, Magnesium, Eisen, Calcium und Aluminium.
Besteht der Mond aus Stein?
Vereinfacht gesagt ja. Der Mond ist ein felsiger Himmelskörper, besitzt aber unterschiedliche Gesteinstypen sowie einen metallreichen Kern.
Was ist Mondstaub?
Mondstaub ist der besonders feine Anteil des Regoliths, der durch Milliarden Jahre von Einschlägen und Weltraumverwitterung entstanden ist.
Gibt es Eisen auf dem Mond?
Ja. Eisen kommt sowohl in verschiedenen Mondmineralien und Basalten als auch im metallreichen Kern vor.
Gibt es Sauerstoff auf dem Mond?
Ja, allerdings überwiegend chemisch gebunden in Mineralien. Eine atembare Sauerstoffatmosphäre besitzt der Mond nicht.
Gibt es Wasser auf dem Mond?
Ja. Wassermoleküle und Wassereis wurden insbesondere in den Polarregionen, aber auch auf sonnenbeschienenen Bereichen nachgewiesen.
Weitere Fragen zum Aufbau des Mondes
Hat der Mond einen flüssigen Kern?
Was wir über das tiefste Innere des Mondes wissen
Wie viele Krater hat der Mond?
Warum die Oberfläche von Einschlagsspuren übersät ist
Könnte es Leben auf dem Mond geben?
Welche Bedingungen auf der Mondoberfläche herrschen
Weitere Mond-Fragen
Antworten auf spannende Fragen über unseren natürlichen Begleiter
Wissenschaftliche Daten und weiterführende Informationen
-
NASA – Moon Composition
Überblick über die Zusammensetzung und den inneren Aufbau des Mondes. -
NASA – Moon Facts
Informationen zu Mondkruste, Elementen und grundlegenden Eigenschaften. -
NASA – Moon Dust
Informationen zu Mondregolith und der Beschaffenheit der Mondoberfläche. -
NASA – Moon Water and Ices
Aktueller Überblick über Wasser und Wassereis auf dem Mond.