Der Supermond kommt

Der Supermond kommt

Der Supermond kommt

Es gibt ihn wirklich. Was ein Supermond ist, was er nicht ist und wann Sie das nächste Mal einen besonders großen Vollmond bestaunen können, erfahren Sie hier.

Was ist ein Supermond?

Nicht jeder Vollmond ist gleich groß. Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt: Sie sehen den Mond an und er kommt Ihnen ungewöhnlich groß vor. Sie sind nicht der einzige Mensch mit dieser Erfahrung. Trotzdem können wir nicht sagen, dass Sie sich nicht getäuscht haben.

Warum ist der Mond so groß?

Der Mond ist immer gleich groß, er kreist jedoch auf einer leicht ovalen Bahn um die Erde, weswegen er der Erde manchmal näher ist als zu anderen Zeiten. Wenn die Zeit des Vollmonds mit der Zeit zusammentrifft, in der der Mond der Erde besonders nahe ist, erscheint der sagenumwobene Supermond. Es ist aber nicht nur die räumliche Nähe, die den Mond so groß werden lässt.

Optische Täuschung

Ist der Mond an seinem erdnächsten Punkt (das nennt man “Perigäum”), wirkt er optisch auch minimal größer, so wie ein Baum größer wirkt, wenn wir nahe vor ihm stehen und kleiner, wenn wir weiter weg sind. Dieser Größenunterschied ist aber nicht so groß, wie der Mythos um den Riesenmond. Warum also ist der Mond dann manchmal so groß?

In der Nähe des Horizonts ist alles größer

Das liegt vor allem an einer Fehleinschätzung unseres Gehirns. Das Besondere am Supermond ist nicht nur seine Nähe zur Erde, sondern die Zeit, zu der er beobachtet wird. Viele Menschen beobachten den Supermond gerade dann, wenn er über dem Horizont aufgeht. Das Gehirn denkt bei allen Dingen, die sich am Horizont befinden, dass sie näher sein müssen als die Himmelskörper oben am Himmel. Darum wirken Sonnenauf- und -untergänge, sowie Mondauf- und -untergänge stets größer. Wenn die Sonne oder der Mond hoch oben am Himmel stehen, wirken sie kleiner.

Keine Lichtbrechung

Manche Menschen, die diesen Effekt kennen, behaupten, das liege an der Brechung des Lichts in der Atmosphäre. Dass das nicht so ist, können Sie selbst in einem kleinen Experiment feststellen. Machen Sie eine Aufnahme des Mondes, der knapp über dem Horizont steht und später eine Aufnahme, bei der der Mond hoch oben im Himmel steht. Obwohl Sie das Gefühl haben werden, der Mond sieht am Horizont deutlich größer aus, werden Ihnen Ihre Fotos beweisen, dass dem nicht so ist. Auf den Fotos wird der Mond in beiden Stellungen genau gleich aussehen.

Wissenschaftliche Bedeutung

Der Name des Supermondes stammt von dem Astrologen Richard Nolle. Dieser prägte den Namen im Jahr 1979 und stellte die These auf, dass der erdnahe Mond besonders stark auf die Erde wirken würde. Nolle vermutete, dass es in der Zeit des Supermondes öfter zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben kommen würde. Von den meisten Wissenschaftlern wird der Begriff jedoch nicht benutzt. Außerdem gibt es bisher keine Beweise dafür, dass zu diesen Zeiten mehr Vulkane ausbrechen als zu jeder anderen Zeit.

Was ist der nächste Supermond?

Der Supermond kommt nur einmal im Jahr. Das nächste Mal ist der Vollmond der Erde am 8. April 2020 besonders nahe und ist für das Auge ein kleines bisschen größer als sonst. Wenn Sie jedoch morgens, bzw. nachts zwischen halb drei und halb vier Uhr Richtung Horizont sehen, werden Sie dort einen der größten Monde Ihres Lebens sehen.

Hier eine Übersicht über den Super-Vollmond der nächsten Jahre:

Datum Entfernung zur Erde
08. April 2020, 3.35 Uhr 357.035 km
26. Mai 2021, 12.14 Uhr 357.462 km
13. Juli 2022, 19.37 Uhr 357.418 km
31. August 2023, 2.35 Uhr 357.344 km
17. Oktober 2024, 12.26 Uhr 357.364 km
05. November 2025, 14.19 Uhr 356.980 km
24. Dezember 2026, 2.28 Uhr 356.740 km
22. Januar 2027, 13.17 Uhr 357.644 km
10. Februar 2028, 16.04 Uhr 356.720 km
30. März 2029, 3.26 Uhr 356.683 km

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